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ASME - UD - TÜV Nord

 

Einbaumöglichkeiten

 

Wir teilen unser Berstscheibenprogramm ein in:

a) drei Grundsatztypen und
b) 5 Einbauarten


a) Es gibt Reißscheiben, Composite-Berstscheiben
und Umkehrberstscheiben:

Bei den Reißscheiben wird eine Folie durch den Druck mit Zugspannung belastet. Bei Erreichen der Zugfestigkeit reißt die Folie. Diese einfachste Art der Berstscheibe wird vielfach bei kleinsten Berstscheiben eingesetzt sowie bei höheren Drücken. Um den  Berstdruck herabzusetzen und ein nicht fragmentierendes, definiertes Öffnungsverhalten zu erzwingen, können Reißscheiben mit einer Bruchlinie versehen, also gekerbt werden.

Composite-Berstscheiben bestehen aus lasergeschlitzten Metallfolien, die den Druck und das Öffnungsbild bestimmen, sowie aus einer internen Dichtfolie, meist aus PTFE. Durch das Schnittmuster kann der Berstdruck sehr weit herabgesetzt werden, z.B. bei DN 150 bis auf 25 mbar. Durch die interne Dichtfolie aus PTFE ist aber der Temperaturbereich, in dem Composite-Berstscheiben eingesetzt werden können, auf maximal 200 °C beschränkt.

Umkehrberstscheiben arbeiten nach dem Prinzip des Eulerschen Knickstabes: sie sind gegen die Druckrichtung gewölbt; bei Erreichen des Berstdruckes klappt die Kalotte um und reißt gleichzeitig an einer vorgeprägten Sollbruchstelle auf. Es handelt sich also um gekerbte Ganzmetallscheiben. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen hohe Betriebsdrücke und Druckwechsellasten sowie gegen hohe Betriebstemperaturen.


b) Bei den Einbauarten kann man unterscheiden:

  1. Einbau zwischen Flanschen – häufigste Einbauart in der Chemie, im Behälter und Anlagenbau. Wir produzieren Größen von DN 15 bis DN 900.

  2. Einbau in einer Verschraubung – das sind VCR-Verschraubungen für Hochvakuum und Reinstgassysteme, oder Klemmring-Verschraubungen für vielfältigste Zwecke, aber auch kundenspezifische Sonderverschraubungen. Drehmoment und Dichtsystem müssen auf den speziellen Einsatz abgestimmt sein. Die Berstscheiben sind nach dem Ansprechen auswechselbar.

  3. Einbau in Steril- oder Clamp-Verbindungen: Mit einer besonderen geteilten Dichtung versehen können unsere Berstscheiben direkt in Clampverbindungen eingebaut werden. Wenn Umkehrberstscheiben eingesetzt werden, erreichen wir eine totraumfreie, sterile Oberfläche.

  4. Berststopfen- in diesem Fall ist die Bertscheibe (meist eine Reißfolie) auf eine Schraube aufgeschweißt oder aufgelötet. Der Einbau ist sehr einfach, platzsparend und sicher. Es werden sehr gute Dichtigkeiten erzielt. Ein typischer Einsatzfall sind z.B. Extrudermaschinen. Nach dem Ansprechen muss der gesamte Berststopfen ersetzt werden.

  5. Aufgeschweißte Berstscheiben werden z.B. im Automotive-Bereich eingesetzt bei Airbag-Kaltgasflaschen oder Lithium-Batterien. Aber auch in vielen anderen Fällen kann diese platzsparende und dauerhaft dichte Verbindung von Vorteil sein. Allerdings sollte der Berstfall selten vorkommen, da ein isoliertesAuswechseln der Berstscheibe nicht möglich ist.

 

 

©2009 Berstscheiben Schlesinger GmbH